Dienstag, 21. Juli 2015

Der Marsianer - Andy Weir




Preis: 14,99€
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 509
Genre: Science-Fiction
Reihe: -
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-31583-9
Altersempfehlung:  ab 16





Mark Watney wird als Tod vermutet, als seine Crew den Mars verlässt. Doch Mark lebt und er ist nun ganz alleine auf einen leblosen Planeten. Ohne Kommunikation, ohne Nahrung, ohne Ausrüstung und ohne Crew beginnt er den Überlebenskampf. Nun lebt er auf einem Planeten dessen Atmosphäre einen Menschen Atmen fast unmöglich macht. Dessen Landschaft menschliche Haut kürzester Zeit verbrennen lässt und dessen Landschaft nichts essbares hervorbringt. - Mark ist so gut wie Tod. Die NASA versucht ihn zu retten und Mark bleibt nichts übrig als zu warten und zu überleben. Doch der Planet und die Zeit scheinen gegen ihn zu arbeiten...

Der Marsianer ist Andy Weirs erstes Buch und ein Meisterwerk der Debütromane. Die Geschichte wird überwiegend aus einem Logbuch von Mark erzählt und enthält daher sehr viele fachliche Fakten. Was tut er um zu überleben und was sind seine Hürden. Dies führt zu ein paar langatmigen Stellen, doch es ist wie ein Tagebuch und daher sehe ich das sehr locker. Mit einem Humor wird die Geschichte immer wieder aufgelockert und jeder muss mal schmunzeln. Mark Watney ist sehr kreativ und erfinderisch und bringt so immer wieder Ideen ins Spiel die ziemlich interessant sind. Falls irgendetwas nicht in diesem Buch stimmt, wird es ein Neuling nichts davon merken, denn Andy Weir bringt jedes Detail so gut herüber, dass man ihm einfach alles glauben muss. Anfangs fand ich den Detailgrad wirklich gut, doch nach der Hälfte wurde er dann etwas ermüdend und es zog sich etwas. Doch mit einen Twist kam die Geschichte wieder ins Rollen und die letzten einhundert Seiten waren wieder fesselnd, dass ich das Buch wieder nicht aus Hand legen konnte. Leider weiß man nicht, wie die Psyche von mark wirklich ist, denn diese Ebene wird ausgeblendet und nur sein körperlicher Zustand wird das eine oder andere Mal erwähnt. Wie er psychisch zu kämpfen hat, bleibt leider auf der Strecke. Die Geschichte wird nach kurzer Zeit vom Monolog zur NASA gewechselt, wo man umso mehr eine andere Seite sieht und auch die Crew, die Ares 3 - Marks Crew, rückt nach einiger Zeit in den Vordergrund und man merkt eine Verbundenheit der Personen - der Crew. 

Hier spielt Marks Witze eine große Rolle, denn sie bringt, die eigentlich traurige Erkenntnis, etwas Lockeres hervor. Aber auch der Schreibstil tut sein eigenes, denn es ist umgangssprachlich und locker geschrieben. Im Protagonisten sehe ich einen Optimist dem ich meinem Respekt zollen würde. Denn dieses Buch regt auch zum Nachdenken an, was wäre wenn...Ich freue mich schon auf den Film im Oktober. 

Ein unterhaltsames und spannendes Buch mit einigen Längen. Ein wunderbarer Debütroman und einem leichten Schreibstil. Für Sci-Fi Fans sowie Survival-Fans.